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28. September 20264 Min. Lesezeit

Führerschein auf Probe: Probezeit, Aufbauseminar & teure Fehler

Führerschein Probezeit erklärt: 2 Jahre auf Probe, A- und B-Verstöße, 0,0 Promille unter 21, Aufbauseminar und Punkte in Flensburg. So kommst du sauber durch.

Der Lappen ist endlich da, du fährst die ersten Wochen allein durch Düsseldorf und fühlst dich frei. Was viele in dem Moment vergessen: Die ersten zwei Jahre stehst du unter besonderer Beobachtung. Ein einziger dummer Fehler kann hier deutlich teurer und nerviger werden als später im Fahrerleben.

Die Führerschein Probezeit dauert zwei Jahre und beginnt mit dem Tag, an dem du deine Fahrerlaubnis bekommst. In dieser Zeit gelten strengere Regeln, und Verstöße haben andere Folgen als danach. Wer das versteht, fährt entspannter durch.

Zwei Jahre auf Probe: was das bedeutet

In der Probezeit ist nicht das Fahren anders, sondern die Konsequenz bei Verstößen. Der Gesetzgeber will, dass Fahranfänger früh merken, wenn etwas schiefläuft. Deshalb reagiert das System schneller und härter als bei erfahrenen Fahrern.

Machst du in den zwei Jahren keinen schweren Fehler, läuft die Probezeit einfach aus, und du fährst ganz normal weiter. Patzt du, kann sich die Zeit verlängern und es kommen Auflagen dazu.

A-Verstöße und B-Verstöße: der wichtige Unterschied

Verstöße werden in der Probezeit in zwei Klassen geteilt. Das klingt bürokratisch, ist aber leicht zu merken.

A-Verstöße sind die schweren. Dazu gehören:

  • Rotlichtverstoß
  • deutlich zu schnell (ab etwa 21 km/h zu viel)
  • Alkohol oder Drogen am Steuer
  • Handy am Steuer
  • zu geringer Abstand, Nötigung und ähnlich gravierende Sachen

B-Verstöße sind die leichteren, zum Beispiel Fahren mit abgefahrenen Reifen oder das Überziehen einer Hauptuntersuchung um mehr als acht Monate.

Was passiert beim ersten A-Verstoß

Schon ein einziger A-Verstoß löst die Reißleine. Dann passiert Folgendes:

  • Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre, also auf insgesamt vier.
  • Du musst ein Aufbauseminar besuchen, das kostet je nach Anbieter oft mehrere Hundert Euro.
  • Dazu kommen die normalen Folgen des Verstoßes selbst, etwa Bußgeld, Punkte in Flensburg und eventuell ein Fahrverbot.

Bei zwei B-Verstößen gilt das übrigens genauso wie bei einem A-Verstoß. Es summiert sich also.

0,0 Promille: unter 21 und in der Probezeit

Hier gibt es keine Grauzone. Für Fahranfänger in der Probezeit und für alle unter 21 Jahren gilt 0,0 Promille. Kein Feierabendbier, kein Schluck Sekt zum Anstoßen, wenn du danach fährst.

Wirst du mit Alkohol erwischt, ist das ein A-Verstoß mit allem, was dazugehört: Bußgeld im dreistelligen Bereich, ein Punkt und das Aufbauseminar. Ab 0,5 Promille wird es richtig teuer und es droht ein Fahrverbot. Spar dir das. Lass das Auto stehen oder nimm die Rheinbahn.

Punkte in Flensburg verstehen

Unabhängig von der Probezeit sammelst du bei Verstößen Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Bei acht Punkten ist die Fahrerlaubnis weg. Das klingt weit weg, aber als Anfänger summiert sich das schneller, als du denkst, weil du ohnehin schon unter Beobachtung stehst.

Wichtig zu wissen: Aufbauseminar und Punkte sind zwei getrennte Dinge. Das Seminar betrifft die Probezeit, die Punkte betreffen deine generelle Fahreignung.

Was es kostet, wenn du patzt

Rechnen wir grob durch, was ein Rotlichtverstoß als Fahranfänger ungefähr bedeutet:

  • Bußgeld je nach Schwere, oft 90 Euro und mehr
  • ein bis zwei Punkte in Flensburg
  • bei qualifiziertem Rotlicht ein Fahrverbot von einem Monat
  • Aufbauseminar mit mehreren Hundert Euro
  • Probezeit-Verlängerung auf vier Jahre

Unterm Strich kostet ein unbedachter Moment also schnell mehrere Hundert Euro plus den Ärger mit Behörde und Versicherung. Das ist der teure Teil des Anfängerdaseins.

Wie du sauber durchkommst

Die gute Nachricht: Die meisten kommen ohne Probleme durch die zwei Jahre. Es braucht keine Wunder, sondern Routine. Halte dich an die Geschwindigkeiten, lass das Handy in Ruhe und trink nichts, wenn du fährst. Das ist die ganze Kunst.

Wer von Anfang an solide ausgebildet wurde, fährt automatisch defensiver und gerät seltener in brenzlige Situationen. Genau darauf legen wir bei der Ausbildung Wert. Wenn du deinen Führerschein noch vor dir hast und ihn mit dem richtigen Fundament starten willst, kannst du dich hier in Düsseldorf anmelden.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Probezeit? Zwei Jahre ab Ausstellung der Fahrerlaubnis. Bei einem A-Verstoß oder zwei B-Verstößen verlängert sie sich um weitere zwei Jahre.

Ist ein Aufbauseminar dasselbe wie eine MPU? Nein. Das Aufbauseminar ist ein Kurs für Fahranfänger nach einem schweren Verstoß. Die MPU, die sogenannte Idiotentest, ist eine ganz andere und deutlich aufwendigere Sache.

Gilt 0,0 Promille auch nach der Probezeit? Unter 21 Jahren ja, immer. Bist du über 21 und die Probezeit ist vorbei, gilt die normale Grenze. Trotzdem ist nüchtern fahren die einzig vernünftige Wahl.

Was passiert beim zweiten A-Verstoß? Dann bekommst du eine Verwarnung und die Empfehlung einer verkehrspsychologischen Beratung. Beim dritten A-Verstoß wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Zählt ein Parkknöllchen als Verstoß in der Probezeit? Nein. Falschparken im ruhenden Verkehr ist kein probezeitrelevanter Verstoß. Es geht um Verhalten im fließenden Verkehr und um die Verkehrssicherheit.

Bereit für den nächsten Schritt?

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