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1. Juli 20264 Min. Lesezeit

Die Sonderfahrten erklärt: Überland, Autobahn & Nacht

Sonderfahrten Führerschein: Die 12 Pflichtfahrten im Detail. 5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nacht. Was du in jeder übst, wann sie kommen und worauf es ankommt.

Irgendwann sagt dein Fahrlehrer: "Nächste Woche fahren wir auf die A46." Bei vielen schlägt da kurz das Herz höher. Autobahn, Landstraße, Dunkelheit. Genau das sind die Sonderfahrten, und sie gehören zu den spannendsten Stunden deiner ganzen Ausbildung. Hier wird es ernst, aber im guten Sinne.

Die Sonderfahrten für den Führerschein sind die einzigen Fahrstunden, deren Anzahl gesetzlich exakt vorgeschrieben ist. Für die Klasse B sind es genau 12 Stunden, jede davon dauert 45 Minuten. Sie teilen sich in drei Bereiche auf, die jeweils etwas trainieren, das du im normalen Stadtverkehr nicht lernst.

Warum es die Sonderfahrten überhaupt gibt

Im Stadtverkehr von Oberbilk lernst du Ampeln, Kreuzungen, Vorfahrt und Parken. Aber drei Situationen kommen dabei kaum vor: schnelles Fahren auf der Landstraße, das Auffahren auf die Autobahn und das Fahren bei Dunkelheit. Genau diese drei Lücken schließen die Pflichtfahrten. Der Gesetzgeber will, dass du jede typische Verkehrssituation mindestens einmal unter Anleitung erlebt hast, bevor du allein unterwegs bist.

Die 5 Überlandfahrten

Den größten Block bilden die 5 Überlandfahrten auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Rund um Düsseldorf bieten sich dafür die Strecken Richtung Mettmann, Erkrath oder ins Neandertal an.

Hier übst du vor allem:

  • Höheres Tempo sauber halten, meist 100 km/h, und trotzdem entspannt bleiben
  • Überholen richtig einschätzen und sicher durchführen
  • Kurven mit der passenden Geschwindigkeit anfahren
  • Abstand auf schnellen Strecken halten
  • vorausschauend fahren, weil Gegenverkehr und Traktoren plötzlich auftauchen

Überland ist für viele die lehrreichste Sonderfahrt, weil sich das Tempo am stärksten vom gewohnten Stadtverkehr unterscheidet.

Die 4 Autobahnfahrten

Bei den 4 Autobahnfahrten geht es auf die A46, A52 oder A3. Klingt nach viel, ist aber nach der ersten Auffahrt erstaunlich entspannt, weil auf der Autobahn alle in dieselbe Richtung fahren und es keine Kreuzungen gibt.

Du trainierst:

  • Auffahren und Einfädeln über den Beschleunigungsstreifen
  • Spurwechsel mit Schulterblick und Blinker
  • Abstand bei hohem Tempo, die berühmte Drei-Sekunden-Regel
  • Abfahren und das Tempo rechtzeitig anpassen
  • Verhalten in einer Rettungsgasse und bei Stau

Gerade das Einfädeln macht anfangs nervös, sitzt aber nach zwei, drei Mal überraschend gut.

Die 3 Nacht- und Dämmerungsfahrten

Die 3 Nachtfahrten finden bei Dunkelheit oder in der Dämmerung statt. Im Winter geht das früh, im Sommer wird es spät, weshalb diese Fahrten oft die Terminplanung bestimmen.

Dabei geht es um:

  • richtiges Einschätzen von Entfernungen bei wenig Licht
  • den korrekten Umgang mit Fern- und Abblendlicht
  • Blendung durch Gegenverkehr aushalten und reagieren
  • schlecht erkennbare Fußgänger und Radfahrer rechtzeitig sehen

Viele unterschätzen, wie anders sich Fahren im Dunkeln anfühlt. Genau deshalb ist diese Erfahrung unter Anleitung so wertvoll.

Wann die Sonderfahrten im Ausbildungsverlauf kommen

Die Sonderfahrten stehen fast immer gegen Ende deiner Ausbildung an, und das aus gutem Grund. Du sollst die Grundlagen, also Schalten, Lenken, Blick und Stadtverkehr, schon sicher beherrschen, bevor wir 100 km/h auf der Landstraße oder das Tempo der A3 obendrauf packen.

Meistens beginnen wir mit Überland, gehen dann auf die Autobahn und legen die Nachtfahrten dazu, sobald es früh genug dunkel ist. In der Praxis fallen die zwölf Pflichtfahrten oft in die letzten Wochen vor der praktischen Prüfung.

Ein paar ehrliche Tipps

Geh entspannt rein. Bei jeder Sonderfahrt sitzt dein Fahrlehrer mit eigenem Pedalsatz daneben, du bist also nie auf dich allein gestellt. Schlaf vorher gut, besonders vor den Nachtfahrten. Und sieh die Stunden nicht als Prüfung, sondern als die beste Gelegenheit, neue Situationen ohne Druck auszuprobieren.

Wenn du deine Ausbildung starten willst, kannst du dich direkt zum Führerschein in Düsseldorf anmelden. Die Sonderfahrten planen wir dann gemeinsam so, dass sie gut in deinen Alltag passen.

Häufige Fragen

Wie viele Sonderfahrten muss ich machen? Für die Klasse B sind es 12 Stunden: 5 Überland, 4 Autobahn und 3 bei Nacht oder Dämmerung. Jede Stunde dauert 45 Minuten.

Kann ich Sonderfahrten überspringen, wenn ich schon gut fahre? Nein. Die 12 Sonderfahrten sind gesetzlich Pflicht und davon kann niemand befreit werden, egal wie sicher du fährst.

Wann im Ausbildungsverlauf kommen die Sonderfahrten? In der Regel gegen Ende, kurz vor der praktischen Prüfung. Du sollst die Grundlagen sicher beherrschen, bevor neue Situationen wie Autobahn und Dunkelheit dazukommen.

Sind die Sonderfahrten schwerer als normale Fahrstunden? Sie sind anders, nicht unbedingt schwerer. Autobahn fühlt sich oft sogar entspannter an als Stadtverkehr, weil es keine Kreuzungen gibt. Mit etwas Übung sitzt jede der drei Situationen schnell.

Was passiert, wenn die Tage zu lang sind für Nachtfahrten? Im Sommer kann es spät werden, bis es dunkel genug ist. Wir planen die Nachtfahrten dann auf späte Abendtermine oder in die dunklere Jahreszeit, damit der Ablauf deiner Ausbildung nicht ins Stocken gerät.

Bereit für den nächsten Schritt?

Starte mit uns in Düsseldorf-Oberbilk.

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